Filme 2020

Paris Calligrammes

Länge:
129 min.
Herstellungsjahr:
2019
Land:
Germany, France
Regie:
Produktionsfirma:
Berlinale Sektion:
Special
Berlinale Kategorie:
Dokumentarfilm

Screening at the Festival:

22. 02. 20Haus der Berliner Festspiele16:15
23. 02. 20Thalia Programmkino17:00
24. 02. 20Cubix 612:30

Topografisch ist Ulrike Ottingers Kino meistens zwischen Berlin und entlegenen Orten in Fernost oder im hohen Norden angesiedelt. Mit Paris Calligrammes erkundet sie die Landschaft ihrer Erinnerungen an jene Stadt, die sie 20 Jahre lang ihre Heimat nannte und die ihre Anfänge als Malerin und Filmemacherin mitprägte. Ottinger zog in ihren Zwanzigern nach Paris und tauchte dort in die Kulturszene der 1950er-Jahre ein, die von Avantgarde-Helden und einer neuen Generation von Künstler*innen und Intellektuellen bevölkert war. Zwischen Buchhandlungen, Konzertsälen, Theatern, Kinos, Museen und Cafés präsentiert Ottinger ihr persönliches Pantheon und kartiert dabei zugleich eine entscheidende Ära sowohl in der Kunst, in der Dada und Surrealismus Situationisten und Pop-Art Platz machten, als auch in der Politik, wo zwischen Nachkriegshoffnungen, Algerienkonflikt und 68er-Bewegung vieles auszutragen war. Trotzdem bleibt der Film eine intime Annäherung, die ein überreiches und emotionsgeladenes Repertoire an Filmszenen, Meldungen, Fotos und Liedern mit der gleichen liebevollen Sorgfalt zusammenfügt, mit der man früher Zeitungsausschnitte und Fotos in ein Tagebuch klebte, um drum herum zu schreiben.

BIOGRAFIE Ulrike Ottinger

Geboren 1942 in Konstanz. Sie lebte 1962-68 als Malerin und Fotografin in Paris, gründete 1969 in Konstanz den Filmklub „Visuell“, den sie bis 1972 leitete, sowie „galeriepress“ (Galerie und Edition). Seit 1973 lebt Ulrike Ottinger in Berlin. Neben ihrer Filmarbeit inszeniert sie Opern- und Theaterstücke und ist mit Fotoausstellungen international präsent.

FILMOGRAFIE Ulrike Ottinger (Auswahl)

2019 Paris Calligrammes  2016 Chamissos Schatten  2012 Ulrike Ottinger - die Nomadin vom See  2011 Unter Schnee  2008 Die Koreanische Hochzeitruhe  2007 Prater  2004 12 Stühle  2002 Südostpassage  1997 Exil Shanghai  1992 Taiga. Eine Reise ins nördliche Land der Mongolen  1990 Countdown  1989 Johanna d'Arc of Mongolia  1987 Usinimage  1986 Superbia  1985 China. Die Künste  1984 Dorian Gray im Spiegel der Boulevardpresse  1981 Freak Orlando  1979 Bildnis einer Trinkerin  1977 Madame X - Eine absolute Herrscherin   1975 Die Betörung der Blauen Matrosen  1973 Laokoon & Söhne  1973 Berlinfieber 

Ulrike Ottinger @IMDb
Website
Interview mit Ulrike Ottinger über 'Paris Calligrammes'

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