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Anak-Anak Srikandi

Länge:
73 min.
Herstellungsjahr:
2012
Land:
Indonesien / Deutschland / Schweiz
Regie:
Produktionsfirma:
Srikandi Films Berlin, Celestefilm Berlin
Berlinale Sektion:
Panorama
Berlinale Kategorie:
Dokumentarfilm

Srikandi ist eine Figur des indischen Mahabharata, die ihre Geschlechtsidentität ändert, um als Frau gleichberechtigt unter Männern zu leben und zu kämpfen. Sie ist das Leitbild für acht sehr persönliche Blicke auf lesbisches, bisexuelles und transidentisches Leben im islamisch geprägten Indonesien. Entstanden als kollektives Filmprojekt, vom persönlichen Essay bis zur radikalen, konzeptuellen Auseinandersetzung mit queerer Politik, ist es eine selbstbewusste Standortbestimmung, in der eine Generation von Frauen ihre Stimme findet. Politik und Identität, die Suche nach Ersatzfamilien, die Angst vor Gewalt auch unter Lesben, die Ausgrenzung von Minderheiten und das selbstverordnete Schweigen sind Themen, aber auch die bewusste Ablehnung von Labels für das eigene Leben und das persönliche Verhältnis zur Religion und zum Kopftuch. Der Film greift lokale Erzählformen auf und zeigt, dass es in Indonesien auch einheimische Vorbilder für starke Frauen und alternative Geschlechtsidentitäten gibt. Ein javanisches Schattenspiel verbindet und verwebt die verschiedenen Geschichten der Charaktere miteinander, wodurch ANAK-ANAK SRIKANDI über einen klassischen Episodenfilm hinausgeht.

EPISODEN

HELLO WORLD Imelda Taurinamandala
JLAMPRONG Eggie Dian
VIA SKYPE CoS Collective
ACCEPTANCE Oji
EDITH’S JILBAB Yulia Dwi Andriyanti
A VERSE Winnie Wibowo
IN BETWEEN Hera Danish
DECONSTRUCTION Stea Lim
NO LABEL Afank Mariani  

Homepage zum Film

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