Filme 2018

Evidentiary Bodies

Länge:
10.0 min.
Herstellungsjahr:
2018
Land:
USA
Regie:
Produktionsfirma:
Berlinale Sektion:
Forum
Berlinale Kategorie:
Kurzfilm

Screening at the Festival:

21. 02. 18Kino Arsenal 115:00
22. 02. 18Zoo Palast16:45
23. 02. 18Akademie der Künste18:00
25. 02. 18International16:00

Auch ein Leben, das zwischen den Perforationen eines Filmstreifens abläuft, kann tanzen. Die Schönheit des menschlichen Körpers, sei er auch versehrt, tanzt weiter. Hoffnung lebt nicht ewig, sondern täglich. Ein Publikum, versunken in drei Leinwände, spürt die Umklammerung der Krankheit, die Isolation des physischen Körpers. Die endlose Filmschleife läuft, doch sie kann der Protagonistin keinen Halt geben. Die Zeit ist dehnbar, der Körper verändert sich und der Film beginnt erneut. Eine Trilogie des Selbst, Zeugin von Verfall und Leid, das Undenkbare vollbringend, unaufhaltsam, ein Totentanz. Drei umgibt, umschließt, umarmt die Eine, die nicht für sich stehen kann. Wir – menschliche Wesen auf einem kleinen Globus, vereint durch evolutionäre Struktur und biologische DNA – haben die Chance, durch Empathie und Identifikation mit dem empfindsamen Körper zueinanderzufinden. Ein unausgesprochenes Plädoyer an die Zuschauer*innen, Mitgefühl zu spüren, Verletzlichkeit zuzulassen, die Evidenz des Körpers zu erkennen, eines Körpers, der auch ihr eigener Körper ist.

BIOGRAFIE Barbara Hammer

Barbara Hammer wurde am 5. Mai 1939 in Hollywood, Kalifor- nien geboren. Sie arbeitet vorwiegend mit Film und Video und hat über 80 Arbeiten in einer 30 Jahre dauernden Karriere realisiert. Sie gilt als Pionierin des Queer Cinema. Ihre experimentellen Filme aus den 1970er Jahren beschäftigten sich oft mit Tabuthe- men wie Menstruation, dem weiblichen Orgasmus und lesbischer Sexualität. In den 1980ern nutzte sie den optischen Printer, um Fragen der Wahrnehmung und Fragilität im 16mm Film zu erötern. Optic Nerve (1985) und Endangered (1988) wurden von den Whit- ney Museum of American Arts Biennalen 1985 und 89 ausgewählt, Nitrate Kisses (1992) für die Whitney Biennale 1993. Ihre fac- ettenreichen Filmessays versuchen die Zuschauer körperlich und intellektuell zu involvieren, in der Hoffnung sie zu aktivieren und soziale Veränderungen herbeizuführen. Barbara Hammer lebt und arbeitet in New York City.

FILMOGRAFIE Barbara Hammer (Auswahl)

2018 Evidentiary Bodies  2010 Maya Deren's Sink  2010 Generations  2008 A Horse Is Not A Metaphor  2006 Fucking Different New York  2006 Lover Other: The Story Of Claude Cahun And Marcel Moore  1993 Sanctus  1992 Nitrate Kisses  1991 Vital Signs  1989 Sill Point  1979 Available Space  1979 Bent Time 

Interview mit Barbara Hammer

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