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Close-Knit (Karera Ga Honki De Amu Toki Wa)

Länge:
127 min.
Herstellungsjahr:
2017
Land:
Japan
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Toma Ikuta
Rinka Kakihara
Kenta Kiritani
Produktionsfirma:
Suurkiitos
Berlinale Sektion:
Panorama
Berlinale Kategorie:
Spielfilm

 

Die elfjährige Tomo ist auf sich allein gestellt. In der Spüle stapelt sich das dreckige Geschirr und zu essen gibt es wieder einmal nur Onigiri aus dem Supermarkt, denn Tomos alleinerziehende Mutter kommt meistens spät und betrunken nach Hause. Als sie ihre Tochter eines Tages ganz verlässt, ist das Mädchen auf die Hilfe seines Onkels angewiesen, der Tomo bei sich und seiner Freundin Rinko aufnimmt. Bei ihrer ersten Begegnung ist das Erstaunen groß: Rinko ist eine Transfrau, die sich sofort fürsorglich um Tomo kümmert und ihr nicht nur liebevoll zubereitete Speisen anbietet, sondern auch ein neues Zuhause für sie schafft. Doch bald bekommt die Idylle erste Risse. 
Wie schon in ihrem letzten Film Rentaneko (Panorama 2012) erzählt die japanische Regisseurin Naoko Ogigami von Wegen aus der Einsamkeit, die im Fall von Tomo und ihrer neuen Familie mit menschlicher Wärme, gutem Essen und dem Stricken als symbolischem Akt beschrieben werden. In ruhigen, konzentrierten Bildern zeigt der Film die Selbstverständlichkeit nichtnormativer Sexualität und den Wert von Familien, die nicht von Konventionen, sondern durch Fürsorge und Liebe definiert werden.
 

BIOGRAFIE Naoko Ogigami

Geboren 1972 in der Präfektur Chiba in Japan. Nach einem Studium an der Universität Chiba ging sie 1994 in die USA, um an der University of Southern California Film zu studieren. Im Jahr 2000 kehrte sie nach Japan zurück. Ihr Spielfilmdebüt Barber Yoshino stellte sie 2004 im Generation-Programm vor. Ihr Film Kamome shokudô war ein großer Erfolg in Japan. Nach Barber Yoshino, Megane und Rentaneko ist sie mit Karera ga Honki de Amu toki wa zum vierten Mal Gast der Berlinale.

FILMOGRAFIE Naoko Ogigami (Auswahl)

2017 Close-Knit (Karera Ga Honki De Amu Toki Wa)  2012 Rentaneko  2010 Toiretto  2007 Megane  2007 Kamome shokudo  2005 Koi wa Go-Shichi-Gol  2003 Baber Yoshino 

Interview mit Naoko Ogigami
Naoko Ogigami @ IMDb

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