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W imie...

Länge:
97 min.
Herstellungsjahr:
Land:
Polen
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Andrzej Chyra
Mateusz Kosciukiewicz
Maja Ostaszewska
Produktionsfirma:
Mental Disorder
Berlinale Sektion:
Wettbewerb
Teddy Award:
Best Feature Film

Adam, ein katholischer Priester, der erst im Alter von 21 Jahren seine Berufung als
Diener Gottes entdeckt hat, lebt in einem Dorf in der polnischen Provinz und hat dort
vor allem mit schwer erziehbaren, prügelnden und pöbelnden Heranwachsenden zu
tun. Die eindeutigen Avancen von Ewa, einer blonden jungen Frau, lehnt er mit den
Worten ab, er sei schon vergeben. Doch es ist nicht nur dem Zölibat geschuldet, dass er ihre Leidenschaft nicht erwidert. Adam weiß, dass er Männer liebt und die Hinwendung zum Priesterberuf auch eine Flucht vor der eigenen Sexualität gewesen ist. Als er Łukasz begegnet, dem merkwürdigen, schweigsamen Sohn einer einfachen Landfamilie, fällt ihm die selbst gewählte Enthaltsamkeit immer schwerer. Mit ihrem bildgewaltigen, mit Symbolen aus der Passionsgeschichte aufgeladenen
Film wagt sich Małgośka Szumowska an das weitgehend tabuisierte Thema der
Homosexualität unter Priestern. Dabei erlebt die Hauptfigur, mit ihrer ”verbotenen”
Lust konfrontiert, Momente des Glücks, aber auch der tiefsten Verzweiflung. Ein Filmüber die Verwirrung der Gefühle, Verdrängung und Einsamkeit – und die Möglichkeit, vielleicht doch zu sich selbst zu finden.

Videos
Interview mit Malgoska Szumowska

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