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Moskva. Pride '06

Länge:
84 min.
Herstellungsjahr:
2006
Land:
Russische Föderation
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Nicolai Alekseev
Clémentine Autain
Nikolai Baev
Volker Beck
Briand Bedford
Evgenia Debrianskaya
Sophie in't Veld
Peter Tatchell
Louis-Georges Tin
Produktionsfirma:
LGBT Human Rights Project GayRussia.Ru
Berlinale Sektion:
Panorama
Berlinale Kategorie:
Dokumentarfilm

Der offizielle Dokumentarfilm zur ersten Feier des Christopher Street Days in Moskau. In dessen Rahmen fand im Mai 2006 auch eine CSD-Parade statt, die weltweit Aufmerksamkeit auf sich zog, nicht zuletzt, weil der Moskauer Bürgermeister Juri Luschkov die Demonstration verboten hatte. Der Film zeigt nicht nur den von internationalen Gästen und Beobachtern begleiteten Umzug vom Grabmal des Unbekannten Soldaten durch die Moskauer Innenstadt am 27. Mai 2006. Er enthält darüber hinaus Aufnahmen von einem dreitägigen Festival, das auf die Diskriminierung von Schwulen und Lesben in Russland aufmerksam machte. Dabei berichtet er von Seminaren, Vorträgen und schwul-lesbischen Kulturveranstaltungen, die zum Teil nur unter großer Geheimhaltung stattfinden konnten. Denn welchen Pressionen Schwule und Lesben in Russland ausgesetzt sind, wurde unversehens deutlich, als während der CSD-Demonstration der Bundestagsabgeordnete Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) vor dem Moskauer Rathaus von rechts radikalen Gegendemonstranten angegriffen und verletzt wurde. Millionen Fernsehzuschauer in aller Welt wurden Zeugen dieser Übergriffe. Die damals entstandenen Aufnahmen dienen mittlerweile als Beweismittel in einem Verfahren gegen die Russische Föderation vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg. 

BIOGRAFIE Vladimir Ivanov

Der 1945 in Moskau geborene Regisseur der Dokumentarfilme an der Moskauer Filmschule (VGIK) schloss sein Studium ab. Von 1977 bis 1980 machte er 20 Werbespots für das Außenhandelsministerium der Sowjetunion. Ab 1981 arbeitete er im The Film-Studio, wo er populärwissenschaftliche Dokumentarfilme produzierte. In dieser Zeit drehte er über 35 Dokumentarfilme, hauptsächlich über den Kosmos.

FILMOGRAFIE Vladimir Ivanov (Auswahl)

2013 Mr. Propaganda  2010 Yury  2006 Moskva. Pride '06 

Vladimir Ivanov IMDb

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