Filme A bis Z

Winner

Mil nubes de paz cercan el cielo, amor, jamás acabarás de ser amor

Länge:
80 min.
Herstellungsjahr:
2002
Land:
Mexiko
Regie:
Darsteller/Mitwirkende:
Juan Carlos Ortuño
Juan Carlos Torres
Perla de la Rosa
Salvador Álvarez
Rosa María Gómez
Mario Oliver
Clarisa Rendón
Salvador Hernández
Pablo Molina
Manuel Grapain Zaquelarez
Miguel Loaiza
Pilar Ruíz
Llane Fragoso
Gloria Andrade
Martha Gómez
Martin Solís
Marcos Hernández
Produktionsfirma:
Mil Nubes Cine & Cooperativa / Cinematográfica Morelos
Berlinale Sektion:
Panorama
Berlinale Kategorie:
Spielfilm
Teddy Award:
Best Feature Film

Gerardo, 17 Jahre alt, und sein Freund Bruno haben sich getrennt. Nun irrt Gerardo durch die Straßen von Mexico City und wird von Bildern gequält: Jeder Männerkörper, den er sieht, weckt Erinnerungen an den Geliebten, der ihm in seinen Fantasien wieder nahe ist. Doch weder seine feuchten Träume können seine Leiden lindern, noch sind diese durch Selbstbefriedigung zu beheben. Und auch die kurzen und überraschenden sexuellen Begegnungen, die er mit fremden Männern hat, helfen ihm nicht über den Verlustschmerz hinweg. Nach Brunos Weggang will Gerardo das, was von ihrer toten Liebe übrig blieb,wenigstens für sich bewahren. Aber es ist, als griffe er nach Wolken, die sich am Himmel verflüchtigen. Sein einziger Trost ist ein Brief, den er im Müll gefunden hat – dass es weiter nichts mit ihm auf sich hat, will er nicht akzeptieren. Denn zugleich macht sein Schmerz ihn blind für die Realitäten und für seine Umwelt: Andere Menschen kann er bald nur noch als Spiegelbilder seines verletzten und zerstörten Egos wahrnehmen. Die Angelegenheiten und Ansichten anderer interessieren ihn nicht, auch seine Freunde können ihm nicht die Augen öffnen. So errichtet Gerardo um sich einen Turm der Einsamkeit, in dem er seine Sehnsucht nach Bruno vor der Wirklichkeit retten will. Er hält sich an den Fantasiebildern seines einstigen Liebhabers fest – es ist ein endloser Abschied in einer schier endlosen Stadt.

BIOGRAFIE Julián Hernández

Julián Hernández (geboren 1972 in Mexico City, Mexiko als Julián Hernández Pérez) ist ein mehrfach ausgezeichneter mexikanischer Filmemacher. Mit seinen Filmen Thousand Clouds of Peace Fence the Sky, Love, Your Being Love Will Never End (2003) und Raging Sun, Raging Sky (2009) gewann er zweimal den Teddy Award bei den Berliner Filmfestspielen. Er studierte am Centro Universitario de Estudios Cinematográficos (CUEC), von wo er während einer homophoben Regierung wegen seiner schwulen Filme ausgeschlossen wurde, und wurde erst als ernsthafter Regisseur erwähnt, als er begann, internationale Anerkennung zu erlangen. Seine filmische Sprache verdankt er Einflüssen von Filmemachern wie Michelangelo Antonioni, Leonardo Favio, Robert Bresson und Alain Resnais. Hernández führte bei mehr als 20 preisgekrönten Kurzfilmen (sowohl Dokumentar- als auch Spielfilmen) Regie und wurde mit seinen Spielfilmen, darunter Broken Sky, zu einer Ikone des schwulen Kinos. Zusammen mit dem Produzenten und Regisseur Roberto Fiesco gründete er die Cooperativa Cinematográfica Morelos, aus der später die renommierte Produktionsfirma Mil Nubes Cine hervorging, die in zwei Jahrzehnten 29 Filme produzierte.

FILMOGRAFIE Julián Hernández (Auswahl)

2009 Rabioso sol, rabioso cielo  2005 El cielo dividido  2002 Mil nubes de paz cercan el cielo, amor, jamás acabarás de ser amor 

Julián Hernández IMDb
Filmausschnitt

zurück zur Übersicht